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Kultur & Herkunft

Shawarma: Herkunft, Zutaten und der Unterschied zum Döner

Shawarma ist ein Fleischgericht vom senkrechten Drehspieß: dünn geschnittenes, mariniertes Fleisch (meist Hähnchen, Lamm oder Rind), das mit Salat, eingelegtem Gemüse und Soße in Fladenbrot gerollt wird. Der Name ist arabisch, das Gericht gehört zur Küche der Levante, also zu Syrien, dem Libanon, Palästina, Jordanien und Israel.

Wenn Du Dich fragst, woher Shawarma kommt und wie es sich vom Döner unterscheidet: Die Antwort ist nicht ganz so eindeutig, wie Streitgespräche am Imbisstisch es gern hätten. Hier die ehrliche Fassung.

Was ist Shawarma?

Das Prinzip kennst Du vom Döner: Fleischscheiben werden auf einen senkrechten Spieß geschichtet, der sich vor einer Hitzequelle dreht. Außen bräunt das Fleisch, und der Koch schneidet es in dünnen Streifen ab. Bei Shawarma ist der Spieß meist aus Hähnchen oder Lamm, in manchen Ländern auch aus Rind oder einer Mischung mit Fett aus dem Lammschwanz.

Serviert wird Shawarma am häufigsten als Wrap in dünnem Fladenbrot oder in einer kleinen Pita. Daneben gibt es Teller mit Reis, Hummus und Salat. Es ist Straßenessen im besten Sinn: schnell, sättigend, mit viel Würze. Als Faustregel gilt: Je dünner die Scheiben und je kräftiger die Marinade, desto mehr schmeckst Du das Gewürz statt nur das Fett.

Woher kommt Shawarma? Die Herkunft ehrlich betrachtet

Das Wort „Shawarma“ gilt in der Sprachforschung meist als arabische Form des türkischen „çevirme“, was „Gedrehtes“ oder „das Drehen“ bedeutet. Das spricht dafür, dass der Name über das Osmanische Reich in die arabische Welt kam, das die Levante bis zum Ersten Weltkrieg beherrschte.

Wo der senkrechte Drehspieß selbst zuerst stand, ist dagegen umstritten. Fleisch am waagerechten Spieß ist uralt und aus vielen Kulturen belegt. Der senkrechte Spieß wird meist im Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts verortet, oft mit der Stadt Bursa verbunden. Für einzelne Erfinder, Jahreszahlen und Städte gibt es Überlieferungen, aber keine lückenlosen Belege.

Fest steht: Döner, Shawarma und das griechische Gyros sind Verwandte aus demselben Kulturraum. Welcher Zweig der Familie älter ist, lässt sich nicht sauber entscheiden, und wer Dir das mit voller Überzeugung erzählt, vereinfacht.

Fleisch und Gewürze

Der Geschmack entsteht in der Marinade, in der das Fleisch oft über Nacht liegt. Je nach Region und Küche kommen unter anderem diese Zutaten zum Einsatz:

  • Knoblauch, Zitronensaft oder Essig und etwas Joghurt, damit das Fleisch zart wird
  • Kreuzkümmel, Koriander, Paprika und Kurkuma
  • Kardamom, Zimt, Piment und Muskat, oft als Baharat (arabische Gewürzmischung)
  • Öl, damit das Fleisch beim Drehen saftig bleibt

Die genaue Mischung ist von Betrieb zu Betrieb verschieden, und jede Familie schwört auf ihre. Im Vergleich zum türkischen Döner schmeckt Shawarma häufig wärmer und würziger, mit Zimt- und Kardamomnoten. Das ist aber eine Tendenz, keine Regel.

Typische Beilagen: Toum, Tahini und Eingelegtes

Zum Shawarma gehören Beilagen, die Fett und Würze ausbalancieren:

  • Toum: eine luftige libanesische Knoblauchcreme aus Knoblauch, Öl, Zitrone und Salz, sehr kräftig
  • Tahini: Sesampaste, meist mit Zitrone und Wasser zu einer Soße verrührt
  • Eingelegtes Gemüse: Gurken, Rüben (oft rosa) und Peperoni als säuerlicher Gegenspieler
  • Frisches: Tomate, Petersilie, Zwiebel mit Sumach
  • Pommes im Wrap: in manchen Ländern üblich, in anderen Geschmackssache

Schreibweisen: Shawarma, Schawarma, Shwarma

Weil das Wort aus dem Arabischen übertragen wird, gibt es mehrere Schreibweisen. Im Deutschen findest Du „Shawarma“ und „Schawarma“, im Englischen auch „Shwarma“ oder „Shawerma“. Alle meinen dasselbe Gericht. Für die Suche ist es egal, am Imbiss ebenso.

Shawarma oder Döner: der kurze Unterschied

Kurz gesagt: Beim Döner dominieren türkische Gewürze, Brot und Soßen, beim Shawarma levantinische Würze, Fladen und Knoblauch- oder Sesamcreme. Dazu kommen andere Fleischzusammensetzungen. Den ausführlichen Vergleich samt Gyros findest Du im Beitrag Döner, Gyros, Shawarma: drei Spieße, drei Welten. Die Geschichte des Döners in Deutschland steht in Wie der Döner Deutschland eroberte.

So erkennst Du gutes Shawarma

Ob Imbiss oder Restaurant: Ein paar Dinge verraten schnell, ob Fleisch und Handwerk stimmen.

  • Der Spieß ist frisch aufgeschichtet, die Außenseite goldbraun statt grau oder schwarz verbrannt.
  • Das Fleisch wird erst beim Bestellen in dünnen Streifen abgeschnitten, nicht lange vorgeschnitten warmgehalten.
  • Die Soße ist cremig und kräftig, aber nicht so dick, dass sie alles erschlägt.
  • Das Brot ist warm und leicht angeröstet, es reißt nicht beim Rollen.

Das gilt übrigens genauso für Döner. Wie Fleisch am Spieß gut gelingt, steht im Beitrag Fleisch für Kebab: worauf Grillmeister achten.

Shawarma in Deutschland

In Deutschland wird Shawarma vor allem von Gastronomen mit syrischen, libanesischen und palästinensischen Wurzeln angeboten. Viele Läden bieten beide Gerichte nebeneinander an. Dadurch wird der Unterschied im Alltag fließender, als er in der Theorie klingt: Mancher Döner hat Knoblauchsoße, mancher Shawarma kommt mit einer Joghurtsoße.

Shawarma-Alternative bei Öz Urfa in Langenhagen

Ehrlich gesagt: Öz Urfa hat kein Shawarma auf der Karte. Wer den Drehspieß sucht, findet bei uns in der Walsroder Straße 28 in Langenhagen stattdessen Döner, zubereitet halal und mit dem klassischen türkischen Aufbau. Die Dönergerichte auf der Speisekarte reichen von der Dönertasche bis zum Iskender, eine Auswahl:

  • Dönertasche (Nr. 80, 8,90 €), mit Salat und Zaziki
  • Döner Rolle (Nr. 82, 9,90 €), mit Salat und Zaziki, wenn Du es gerollt magst wie einen Wrap
  • Dönerteller (Nr. 86, 16,90 €), mit Pommes oder Reis und Salat
  • Iskender (Nr. 89, 17,90 €), mit aufgeröstetem Brot, Joghurt und Tomatensoße

Wie die Soßen zusammenpassen, erklärt die Soßenkunde zum Döner. Wer wissen will, wie vielseitig der Döner sonst ist, liest Alles über den Döner. Die Öffnungszeiten und den Weg findest Du unter Kontakt.

Häufige Fragen zu Shawarma

Aus welchem Land kommt Shawarma?

Shawarma gehört zur Küche der Levante, also zu Ländern wie Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien und Israel. Der Name geht vermutlich auf das türkische „çevirme“ zurück, der genaue Ursprung des senkrechten Drehspießes ist aber nicht abschließend geklärt.

Ist Shawarma dasselbe wie Döner?

Nein, aber sie sind eng verwandt. Beide kommen vom senkrechten Drehspieß. Unterschiede liegen in Gewürzen, Brot, Soßen und Beilagen: Shawarma mit Toum, Tahini und Eingelegtem, Döner mit Salat, Zwiebeln und Joghurt- oder Kräutersoßen.

Welches Fleisch kommt ins Shawarma?

Am häufigsten Hähnchen, Lamm oder Rind. Welches Fleisch auf dem Spieß steckt, entscheidet der jeweilige Betrieb. Frage beim Bestellen kurz nach, wenn Dir das wichtig ist.

Gibt es Shawarma bei Öz Urfa?

Nein. Bei Öz Urfa gibt es Döner vom Drehspieß, aber kein Shawarma. Die Auswahl findest Du auf der Speisekarte unter den Dönergerichten.

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